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ToggleKrösche verlässt Frankfurt mit sofortiger Wirkung
Sportvorstand Markus Krösche und Eintracht Frankfurt gehen nach über fünf Jahren getrennte Wege. Der Aufsichtsrat hat dem Wunsch des 46-Jährigen nach sofortiger Freistellung entsprochen, wie der Bundesligist am Sonntag mitteilte. Sein Vertrag, der ursprünglich bis zum 30. Juni 2028 lief, besteht angepasst fort. Die Aufgaben von Krösche übernimmt kommissarisch Axel Hellmann, der zudem vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigt und damit eine Doppelrolle in Sport und Geschäftsführung innehat.
Emotionaler Abschied auf der Mitgliederversammlung
Am Montag verabschiedete sich Krösche unter Tränen auf der Eintracht-Mitgliederversammlung in der Frankfurter Jahrhunderthalle von den Anhängern. „Ich war in den letzten Jahren ein Eintrachtler und ich werde immer ein Eintrachtler bleiben. Das ist das, was wichtig ist“, sagte Krösche schluchzend. Seine Abschiedsrede wurde von tosendem Applaus und Standing Ovations begleitet. Seine Frau Viktoria war bei dem emotionalen Auftritt anwesend.
Gründe für die Trennung
Krösche erklärte auf der Versammlung die Beweggründe für seinen Abgang: „Ich habe mir in den letzten Wochen Gedanken über meine Arbeit und den Anspruch an meine Arbeit gemacht. Ich bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht mehr den besten Job machen kann. Dass ich nicht mehr das Beste für Eintracht Frankfurt machen kann.“ Er fügte hinzu: „Als Sport-Vorstand von Eintracht Frankfurt brauchst du natürlich eine gewisse Antriebskraft und Power. Und das Gefühl hatte ich einfach nicht mehr zu 100 Prozent.“
AC Mailand als Favorit auf Krösche-Verpflichtung
Intensive Gespräche mit dem italienischen Traditionsklub
Nach Informationen von BILD wurden in den vergangenen Tagen die Gespräche zwischen Krösche und der AC Mailand intensiviert. Der 19-malige italienische Meister, aktuell Vierter in der Serie A, will Krösche als „Head of Football“ verpflichten. Auch italienische Medien berichten übereinstimmend, dass Krösche vor einem Wechsel nach Mailand steht. Eine Einigung könnte bereits in Kürze erfolgen.
Bereits im Sommer Verhandlungen
Bereits im Juni hatte Krösche mehrere Tage mit den Mailändern verhandelt. Er sollte dort als neuer starker Mann den sportlichen Bereich hauptverantwortlich leiten und hätte freie Hand bei der Gestaltung von Kader und Trainerteam bekommen. Laut BILD hätte Krösche in vier Jahren 40 Millionen Euro Gehalt kassieren können , eine Summe, die auch im internationalen Vergleich außergewöhnlich ist. Damals entschied er sich gegen einen Wechsel, weil für ihn der Zeitpunkt nicht passte.
Krösches Erfolgsära bei der Eintracht
Europa-League-Triumph und Top-Transfers
Krösche war seit Mitte 2021 Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt. In seine Amtszeit fiel der Europa-League-Triumph im Mai 2022. „Die vergangenen Jahre bei Eintracht Frankfurt waren für mich eine außergewöhnliche, intensive und unvergessliche Zeit“, sagte Krösche. Er traf während seiner Zeit immer wieder erfolgreiche Transferentscheidungen und verkaufte unter anderem Omar Marmoush für 75 Millionen Euro an Manchester City, Hugo Ekitiké für knapp 100 Millionen Euro an den FC Liverpool und Randal Kolo Muani für mehr als 90 Millionen Euro an Paris Saint-Germain. Das Angreifertrio war für einen Bruchteil des Geldes zur Eintracht gewechselt.
| Spieler | Verkauf an | Ablösesumme |
|---|---|---|
| Omar Marmoush | Manchester City | 75 Mio. Euro |
| Hugo Ekitiké | FC Liverpool | ~100 Mio. Euro |
| Randal Kolo Muani | Paris Saint-Germain | 90+ Mio. Euro |
Kritik in der jüngeren Vergangenheit
Zuletzt stand der Sportchef aber stärker in der Kritik. Vor allem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera galt als großer Fehler. Nach einer verkorksten Bundesliga-Saison folgte der Trainerwechsel zu Adi Hütter. Auch wurde Krösche das schwache Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders in der vergangenen Saison vorgeworfen. Der zähe Transfersommer sorgte ebenso für Unruhe wie ein Immobilienkauf in Kroatien. In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte um einen Abgang gegeben.
Hellmann übernimmt Doppelrolle
Eintracht-Präsident Mathias Beck sagte: „Vor diesem Hintergrund haben wir seinen Wunsch nach einer sofortigen Freistellung respektiert und ihm im Aufsichtsrat entsprochen.“ Die langfristige Besetzung des Sportressorts werde in den nächsten Wochen entschieden. Bis dahin führt Axel Hellmann als Vorstandsvorsitzender sowohl die sportlichen als auch die geschäftlichen Belange des Vereins. Mit Blick auf die Ansprüche des Clubs benötige es der vollen Überzeugung von allen Verantwortlichen, hieß es in der Mitteilung.
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