Eintracht Frankfurt steht nach einem enttäuschenden Saisonstart unter Druck. Mit nur fünf Punkten aus den ersten fünf Spielen rangiert der Klub auf Tabellenplatz 14 und damit gefährlich nah an der Abstiegszone. Nun werden die Rufe nach Konsequenzen lauter: Zwei ehemalige Bundesliga-Größen fordern öffentlich das Aus von Sportvorstand Markus Krösche, dessen Ära nach mehr als fünf Jahren am Main offenbar dem Ende entgegengeht.
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ToggleDeutliche Kritik von Neururer und Lauth
Neururer sieht Auftrag als beendet
Peter Neururer findet klare Worte zur Situation des Sportvorstands. „Eine Spitzenmannschaft aufzubauen, ist Krösche gelungen, aber in der Spitze zu bleiben, das ist ihm nicht gelungen. Sein Auftrag ist beendet!“, sagte der 71-jährige Kultcoach im Gespräch mit „Wettbasis“. Neururer zweifelt offen an, ob Krösche der richtige Mann für die anstehende Aufbauarbeit sei. Die Eintracht stehe zwar finanziell gut da, habe aber „keine Spitzenmannschaft mehr“.
Lauth kritisiert Transferpolitik
Ex-Profi Benjamin Lauth sieht ebenfalls Krösche in der Verantwortung. Der 45-Jährige bescheinigt dem Sportvorstand zwar lange Zeit hervorragende Arbeit, die Einnahmen aus Spielerverkäufen seien „unglaublich“ gewesen. „Jetzt im Sommer-Transferfenster war es das erste Mal, wo das nicht so gepasst hat“, merkte Lauth an. Seiner Einschätzung nach sei die Eintracht „aktuell nur Mittelmaß“. Bevor Trainer Adi Hütter ins Wackeln gerate, sei Krösche dran, prophezeite der Oberbayer.
Defensive Schwäche alarmiert
16 Gegentore in fünf Spielen
Besonders auffällig ist die Defensivschwäche der Hessen. Nach fünf Spieltagen haben sie bereits 16 Gegentreffer kassiert. Die Mannschaft scheint gegen die starke Konkurrenz in der Liga derzeit eine Nummer zu klein: FC Bayern, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, RB Leipzig und auch der SC Freiburg gelten als übermächtig für die Eintracht.
Heimsieg gegen Köln bringt nur kurze Verschnaufpause
Am Freitag, den 16. Oktober 2026, gelang der Eintracht ein 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln zum Auftakt des 6. Spieltags. Der Erfolg sorgte für Erleichterung, konnte die Diskussionen um die sportliche Führung aber nicht beenden. Trainer Adi Hütter lobte nach dem Spiel besonders Kapitän Robin Koch, den er wenige Tage zuvor nach dem 0:6-Debakel in Leipzig zur Halbzeit ausgewechselt und öffentlich kritisiert hatte.
Mitgliederversammlung als Wendepunkt
Ende der Krösche-Ära wird eingeläutet
Laut BILD wird das Ende der Ära von Markus Krösche bereits bei der Mitgliederversammlung am Montag, den 19. Oktober 2026, eingeläutet. Nach mehr als fünf Jahren am Main rückt der Abschied des Sportvorstands offenbar näher. Dies soll vor den Mitgliedern nun thematisiert werden.
Krösche äußert sich zurückhaltend
Markus Krösche selbst reagiert auf die Spekulationen gelassen. „Spekulationen gibt es immer“, sagte er bei Sky Sport. Der Sportvorstand äußerte sich bei Sky über die Kaderplanung und die Gerüchte um seine Zukunft, ohne konkret auf die Forderungen nach seinem Rücktritt einzugehen.
| Spieltag | Punkte | Tabellenplatz | Gegentore |
|---|---|---|---|
| Nach 5 Spielen | 5 | 14 | 16 |
| Nach 6 Spielen | 8 | k.A. | 16 |
Was die Krise für die Fans bedeutet
Für die Anhänger der Eintracht ist die aktuelle Situation beunruhigend. Nach Jahren des sportlichen Aufschwungs unter Krösche, der den Verein zu einem festen Bestandteil der oberen Tabellenhälfte formte, droht nun der Absturz. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Klub personelle Konsequenzen zieht oder Krösche und Hütter eine Chance zur Wende erhalten. Die Mitgliederversammlung am Montag dürfte dabei richtungsweisend sein.
Die Eintracht steht vor einer Weichenstellung. Der Heimsieg gegen Köln verschafft zwar etwas Luft, die grundsätzlichen Probleme in der Defensive und die Frage nach der sportlichen Ausrichtung bleiben aber bestehen. Ob Markus Krösche die Möglichkeit bekommt, den von ihm begonnenen Umbruch zu Ende zu führen, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.
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