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ToggleErlösung in der Schlussphase
Borussia Dortmund hat am Samstagabend Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) besiegt und damit die kurze Durststrecke in der Bundesliga beendet. Maximilian Beier erzielte in der 80. Minute das entscheidende Tor vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp. Nach zuvor zwei Spielen ohne Sieg klettert der BVB durch den Erfolg zurück an die Tabellenspitze.
Trotz erdrückender Überlegenheit mit einem Eckenverhältnis von 13:1 hatte dem BVB lange Zeit das dritte Ligaspiel ohne Sieg gedroht. Zwei Aluminiumtreffer und ein nicht gegebener Strafstoß verhinderten zunächst die Führung, ehe Beier seine Mannschaft doch noch zum Sieg schoss.
Dortmund dominiert, aber ohne Effizienz
Von Beginn an entwickelte sich eine muntere Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Dortmunds Serhou Guirassy vergab in der 15. und 17. Minute zwei gute Gelegenheiten, bei denen Frankfurts Torhüter Noah Atubolu stark parierte. Besonders fahrlässig agierte Guirassy bei der zweiten Chance, als er frei vor dem Tor stand und versuchte, den Ball lässig über Atubolu zu chippen , der Keeper hielt jedoch.
In der 19. Minute folgte der Aufreger des Abends: Nach einem weiten Einwurf trat Jonathan Burkardt Ramy Bensebaini unabsichtlich, aber deutlich auf den Fuß. Schiedsrichter Sven Jablonski entschied sich gegen einen Elfmeterpfiff, der VAR griff ebenfalls nicht ein , obwohl Dortmund zu Recht einen Strafstoß forderte, da ein klares Foul vorlag.
Aluminium verhindert BVB-Führung
Das Pech blieb den Dortmundern treu. Daniel Svensson traf in der 31. Minute nach einem abgefälschten Schuss die Latte. Kurz vor der Halbzeit war es erneut Guirassy, der nach einem Eckball aus vier Metern per Kopfball nur das Aluminium traf. Auf Frankfurter Seite verhinderten eine hervorragende Grätsche von Bensebaini gegen Nnamdi Collins (3.) sowie eine starke Parade von Gregor Kobel gegen Younes Ebnoutalib (33.) einen Gegentreffer.
| Kategorie | Borussia Dortmund | Eintracht Frankfurt |
|---|---|---|
| Ecken | 13 | 1 |
| Aluminiumtreffer | 2 | 0 |
| Großchancen | 4 | 3 |
Frankfurt hält lange Stand
Couragierter Auftritt der Hessen
Die Eintracht ließ sich vom Tabellenzweiten nicht beeindrucken. Trainer Adi Hütter schickte sein Team erneut mit zwei Spitzen ins Spiel. Obwohl die Hessen erwartungsgemäß weniger Ballbesitz hatten, zeigten sie in der Kategorie Torchancen die gleiche Quantität und Qualität wie die Gastgeber. Neben Collins und Ebnoutalib hatte auch Burkardt eine sehr gute Möglichkeit (27.), die er jedoch knapp verfehlte.
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich an den Kräfteverhältnissen wenig. Farès Chaibi prüfte Kobel in der 54. Minute per strammem Distanzschuss. Guirassy zielte in der 68. Minute am Frankfurter Gehäuse vorbei. In der Schlussphase war den Hessen jedoch anzumerken, dass sie mit einem torlosen Remis zufrieden wären. Hütter nahm beide Angreifer raus, brachte Can Uzun und Ansgar Knauff, und die Eintracht begann, das eigene Tor vehement zu verriegeln.
Beier bricht den Bann
Die Defensive hielt jedoch nur wenige Minuten. In der 80. Minute erlöste Beier seine Mannschaft mit dem Siegtreffer. Es war bereits das zweite Mal in dieser Saison, dass der Joker spät entschied , schon beim 1:0-Erfolg beim VfB Stuttgart im September war es ähnlich gelaufen.
Kovač lobt seine Mannschaft
“Der Sieg war sehr verdient, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Es hat lange gedauert, aber durch die Art und Weise war es schon schön und wichtig nach den intensiven vergangenen Wochen”, sagte BVB-Trainer Niko Kovač im Sportschau-Interview. Über Beier äußerte sich Kovač besonders positiv: “Ich wusste nicht, dass der Bundestrainer da war, aber Maxi hat nicht nur mit dem Tor heute bewiesen, dass er Qualitäten hat. Er ist ein Nationalspieler, auch wenn er beim vergangenen Mal nicht eingeladen wurde. Mit solchen Aktionen empfiehlt er sich, ich denke, auch der Bundestrainer hat einen guten Maxi Beier gesehen.”
Durch die Niederlage bleiben die Frankfurter im unteren Tabellendrittel stecken. Für den BVB hingegen bedeutet der Sieg die Rückkehr an die Tabellenspitze nach zuvor zwei Spielen ohne Sieg in der Liga.
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