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ToggleCarrick übersteht Krisengespräche nach Bournemouth-Pleite
Michael Carrick bleibt Trainer von Manchester United , zumindest bis zum Auswärtsspiel beim FC Chelsea am Wochenende. Nach der 0:3-Heimniederlage gegen Bournemouth am Sonntag stand der ehemalige United-Mittelfeldspieler massiv unter Druck. Die Vereinsführung um Sir Jim Ratcliffe, die Glazer-Familie, Omar Berrada und Jason Wilcox führte am Montag eine lange Telefonkonferenz über Carricks Zukunft. Laut Manchester Evening News entschied man sich für ein Weitermachen, nachdem keine Einigkeit über einen möglichen Nachfolger erzielt werden konnte. Am Dienstag leitete Carrick das Training in Carrington und erhielt damit eine weitere Chance, die Saison in ruhigere Fahrwasser zu lenken.
Uneinigkeit in der Führungsetage
Die Entscheidung fiel nach 48-stündigen Beratungen, in denen sich die Verantwortlichen nicht auf einen Nachfolger einigen konnten. Sportdirektor Jason Wilcox favorisiert laut Guardian Eddie Howe, den früheren Newcastle-Trainer, als ersten Kandidaten. Howe verfügt über umfangreiche Premier-League-Erfahrung und wäre finanziell günstiger als Unai Emery von Aston Villa, für den etwa 20 Millionen Pfund Ablöse fällig würden. Julian Nagelsmann, ehemaliger Trainer von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft, wird von Christopher Vivell, Uniteds Leiter der Kaderplanung, geschätzt. Auch Antonio Conte steht auf der Liste möglicher Nachfolger.
Schlechte Bilanz belastet Carrick
Manchester United hat in dieser Saison einen katastrophalen Start hingelegt. Von zwölf Pflichtspielen gingen sechs verloren, in der Premier League gab es nur einen Sieg. Die Red Devils stehen auf Platz 16 der Tabelle. Der letzte Erfolg datiert vom 10. September, einem Champions-League-Spiel gegen Sabah. Gegen Bournemouth erzielten Rayan, Marcus Tavernier und Evanilson die Tore für die Gäste. Carrick hatte Kapitän Bruno Fernandes aus der Startelf genommen , nach eigenen Angaben aus sportlichen Gründen und nicht wegen dessen Kritik an der Taktik nach der Champions-League-Niederlage bei Como.
Spieler und Verantwortliche unter Druck
Aussprache mit Fernandes
Laut ESPN fanden zwischen Carrick und Fernandes Gespräche statt, um die Situation zu klären. Viele Spieler im Kader wollen dem Trainer helfen, die Krise zu überwinden, auch wenn die Leistungen auf dem Platz etwas anderes vermuten lassen. Der Manchester Evening News berichtet, dass auch einige hochrangige Vorstandsmitglieder nach dem schlechten Saisonstart selbst unter Druck stehen könnten.
Transferausgaben ohne Wirkung
United investierte in diesem Sommer über 150 Millionen Pfund in neue Spieler. Der Großteil floss ins Mittelfeld, wo Carlos Baleba, Youri Tielemans und Andrey Santos verpflichtet wurden. In der Defensive wurde hingegen kein neuer Spieler geholt , eine Entscheidung, die angesichts der defensiven Probleme Fragen aufwirft.
| Neuzugang | Position | Bisherige Bilanz |
|---|---|---|
| Carlos Baleba | Mittelfeld | 1 Sieg in 12 Spielen |
| Youri Tielemans | Mittelfeld | 6 Niederlagen |
| Andrey Santos | Mittelfeld | Platz 16 in Liga |
Entscheidende Woche steht bevor
Chelsea-Spiel als Bewährungsprobe
Das Auswärtsspiel bei Chelsea am Wochenende wird für Carrick zur Bewährungsprobe. Danach folgen Partien gegen AS Roma und Aston Villa. Laut The Athletic sieht die Vereinsführung die anstehende Länderspielpause als idealen Zeitpunkt für einen möglichen Trainerwechsel. Ein neuer Coach hätte dann Zeit, seine Ideen den Spielern zu vermitteln, bevor es weitergeht.
Carrick zeigt sich kämpferisch
Nach der Bournemouth-Niederlage äußerte sich Carrick kämpferisch: “Ich verstehe die Situation vollkommen. Ich erwarte ehrlich gesagt nichts Bestimmtes. Ich mache normal weiter und ich liebe diesen Verein.” Er betonte, immer das Beste für Manchester United tun zu wollen, unabhängig von getroffenen Entscheidungen. “Es ist eine schwierige Situation, das lässt sich nicht leugnen. Wie es aussieht und was als Nächstes kommt, weiß ich wirklich nicht”, sagte der 45-Jährige. Nach dem Schlusspfiff applaudierte er den Fans und schlug sich dabei an die Brust , eine Geste, die sowohl Entschuldigung als auch Kampfgeist ausdrückte.
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